Der Gender-Report 2025 ist erschienen. Die nordrhein-westfälischen Hochschulen tun viel für die Gleichstellung, gleichwohl bestehen insbesondere in den Fachbereichen strukturelle Geschlechterungleichheiten und Benachteiligungen von Frauen. Das zeigen die Ergebnisse des aktuell veröffentlichten Gender-Reports 2025. Die Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW hat den fast 400 Seiten umfassenden, vom Wissenschaftsministerium geförderten Bericht am 16.12.2025 offiziell vorgestellt. Der Gender-Report erscheint alle drei Jahre und untersucht den Stand der Gleichstellung an den Hochschulen in NRW. Schwerpunkt im Erscheinungsjahr 2025 ist die Gleichstellungspraxis in den Fachbereichen.
Die Kurzfassung richtet sich an Leser_innen, die sich einen schnellen und kompakten Überblick über die zentralen Ergebnisse verschaffen wollen. Die Gliederung folgt in ihrer Kapitelstruktur der Langfassung des Gender-Reports und schließt mit Empfehlungen für die Weiterentwicklung und Professionalisierung dezentraler Gleichstellungsarbeit ab.
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Die Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW erstellt im Dreijahresrhythmus den Gender-Report. Er dient zugleich als Grundlage für die Berichtsanforderungen im Rahmen des Landesgleichstellungsgesetzes NRW (§ 22). Der Report umfasst drei aktuelle Teilstudien zu Geschlechter(un)gerechtigkeit an den Hochschulen in NRW: Neben der Fortschreibung der Analyse hochschulstatistischer Daten mit Schwerpunkt NRW (Teil I) und der Gleichstellungspraktiken an den Hochschulen in NRW (Teil II) wird jeweils eine Studie zu einem wechselnden Schwerpunktthema durchgeführt (Teil III).
18. August 2026 | Im Zeitraum von 2000 bis 2024 zeigt sich, dass an den Universitäten in NRW sowohl in der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften als auch in Mathematik, Naturwissenschaften durchgehend mehr Männer als Frauen eine Promotion abgeschlossen haben. Während der Männeranteil in den Ingenieurwissenschaften immer noch deutlich über dem Frauenanteil liegt, ist in Mathematik, Naturwissenschaften eine zunehmende Annäherung der Geschlechteranteile zu beobachten. Betrug der Anteil der promovierten Frauen im Jahr 2000 noch 26 %, stieg er im betrachteten Zeitraum um 19 Prozentpunkte auf 45 % und nähert sich damit der Parität. In den Ingenieurwissenschaften hat sich der Frauenanteil im Untersuchungszeitraum zwar verdoppelt, liegt jedoch mit 18,9 % weiterhin deutlich unter dem Männeranteil. Mehr dazu im Statistikportal.
Abb.: Promovierte nach Geschlecht in den Fächergruppen Ingenieurwissenschaften und Mathematik, Naturwissenschaften an den Universitäten in Trägerschaft des Landes NRW in den Jahren 2000 bis 2024.
© IT.NRW, Düsseldorf, amtliche Hochschulstatistik/Prüfungsstatistik, Sonderauswertung. Bearbeitung: KoFo Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW. URL: https://www.gender-statistikportal-hochschulen.nrw.de. Vervielfältigung und Verbreitung mit Quellenangabe gestattet. · Erstellt: 18.08.2026 09:34 Uhr.
Im Folgenden finden Sie vier Grafiken (PDF und JPG) zu den aktuellsten Frauen- und Männeranteilen an den Hochschulen in NRW:
(1) Frauen- und Männeranteile im Qualifizierungsverlauf, (2) Studierende und Professor_innen nach Fächergruppe, (3) Gremien und Führungspositionen – Frauen- und Männeranteile